“move 2 gether” in Oyten

180 Schüler setzten sich für die Rechte Minderjähriger ein / Tanztheater im Schulzentrum Oyten – 29.07.2014. Eine Choreografie gegen die Kälte
Von GISELA ENDERS

Oyten. Für das nahende Schuljahresende hatte sich die Leitung der Haupt- und Realschule in Oyten etwas Besonderes überlegt: Tanzpädagogen von DE LooPERS aus Bremen unter der Leitung von Wilfried van Poppel und Amaya Lubeigt übten in der vergangenen Woche mit etwa 180 Schülern eine Choreografie ein, die am Freitagabend für Begeisterung sorgte.

Kalt, düster, verloren: Das drückten die Tänzer vom Schulzentrum in Oyten zu Beginn ihrer Choreografie aus – später wichen die dunklen Gefühle einem gewissen Optimismus. Die Turnhalle des Schulzentrums Oyten war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bilder halten Leid fest.

Stellwände auf den Fluren des Schulzentrums zeigten bedrückende Bilder: Mangelernährte Kinder waren darauf zu sehen, jugendliche Opfer von Ausbeutung und Krieg. Auch diejenigen, die nicht direkt an der Aufführung beteiligt waren, hatten ihren Beitrag zum Thema geleistet und machten mit ihrer sorgfältig ausgewählten Fotostrecke auf das Leid junger Menschen in aller Welt aufmerksam.

Dunkelheit umfing die Eltern und Geschwister der jungen Akteure, die sich zu düsteren Klängen schwarz gewandet aufeinander zubewegten. Disharmonie, Resignation und Trauer drückten die Tänzer aus, die ihren Gefühlen ohne Worte Ausdruck verliehen. Verzweiflung ließ sich erahnen und Kummer über die weltweit schwierigen Lebensbedingungen, über Missbrauch und soziale Kälte. Aber auch Entschlossenheit vermittelten die Gebärden der Mädchen und Jungen, die sich in nur fünf Tagen auf das Ereignis vorbereitet hatten. Mut, den Kampf aufzunehmen gegen Unterdrückung, Hunger und Gewalt, gegen Kinderarbeit und Prostitution. Wachsam zu werden, zusammenzuhalten, sich aufzulehnen und für Toleranz zu werben.

Tim Gerhards, Héloise Fournier, Kim Maiteny und Clara Munoa assistierten Wilfried van Poppel und Amaya Lubeigt bei der Arbeit mit den jugendlichen Mimen. Behutsam führten sie die Schülerinnen und Schüler in die Thematik des Abends ein.

Statt in Resignation zu verharren, brachen sich Kampfesgeist und Entschlossenheit ihren Weg, die Musik unterstrich den Stimmungswandel mit positiver Energie. Verloren geglaubte Freude am Leben kehrte zurück in die Darstellung, zum Schluss wich die schwarze Kleidung bunten Shirts. Großer Applaus belohnte die Jugendlichen für ihren schauspielerischen Einsatz.

Bildergalerie

©Mirja Maria Thiel

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